Der häufigste Fehler ist die Vermeidung rationaler Kommunikation aus Angst, die Emotion zu zerstören. Künstler denken, wenn sie über Prozess, Technik, Preisgestaltung sprechen, reduzieren sie die Magie des Werks. Das Gegenteil ist wahr. Rationale Kommunikation ermöglicht erst die kommerzielle Verwertung der Emotion. Rationale Kommunikation schafft den Rahmen, in dem die Emotion sicher existieren kann. Ohne diesen Rahmen bleibt die Emotion flüchtig und kann sich nicht in einen Kauf verwandeln.
Ein weiterer Fehler ist die Entschuldigung für den Preis. Wenn du sagst "Ich weiß, das ist viel Geld, aber...", signalisierst du, dass du selbst nicht überzeugt bist. Der Käufer interpretiert das als Unsicherheit und übernimmt diese Unsicherheit. Stattdessen musst du den Preis als selbstverständlich behandeln und rationale Anker bieten, die den Wert unabhängig vom Preis etablieren.
Der dritte Fehler ist die Annahme, dass der Käufer die rationalen Argumente selbst finden wird. Er wird sie nicht finden. Die meisten Käufer haben keine Expertise im Kunstmarkt. Sie wissen nicht, wie sie Wert bewerten sollen, sie wissen nicht, welche Fragen sie stellen sollen, sie wissen nicht, was normale Preise sind. Wenn du ihnen diese Orientierung nicht gibst, bleiben sie in Unsicherheit, und Unsicherheit verhindert Käufe.